Startseite Lucka Wintersdorf Prößdorf JG Veranstaltungen Gottesdienstplaner Gottesdienst Gottesdienst Kalender Druckversion Informationen Silvester Kaffeenachmittage Vielen Dank! Kirchführung Galerie Krippenspiel 2011 Lucka Wintersdorf Adventsmarkt 2011 Sommerfest 2011 Krippenspiel 2009 Kirchennacht 2009 Kinderwoche 2009 Tagebuch Das kanaanäische Weib Die Ehebrecherin Der Auferstandene Mittwoch - Fotos Freitag - Fotos Info plus M Info plus F 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Fotoshow  Sommerfest 2009 Fotoshow Sommerfest Krippenspiel 2008 Geschichte Geschichte Geschichte Geschichte Kunstführer 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Glaube & Leben Kirche aktuell Betrachtung Bibeltext Spiele Quiz Elisabeth Adam & Eva Forum Beitrag erstellen Gebete 1 2 3 weitere Beiträge 1 2 Martin Luther Philipp Melanchthon Kontakt Kontaktformular Gästebuch Impressum Hilfe Links 

2

Kunstfuhrer

..

Zur Geschichte der KircheDas Dorf Wintersdorf liegt ca. 10 km nordwestlich von Altenburg. Seine Häuser schmiegen sich an die beiden vom Tal des Flüsschens Schnauder her beginnenden Anhöhen an. Das helle, 1906/07 errichtete, 1997 restaurierte und neu verputzte Gotteshaus mit neubarocker Turmhaube grüßt den von Schnauderhainichen Kommenden schon von Weitem. Aus der Chronik erfährt man, dass die Wintersdorfer Kirche ein Filial von Kriebitzsch war und erst ab 1663 zu einer selbstständigen Pfarrkirche erhoben wurde. Nachdem im Jahr 1526 Kurfürst Johann auf Georg Spalatins Vorschlag hin für ganz Kursachsen Visitationen aller Gemeinden und Pfarrer angeordnet hatte, wurde 1528 im Amt Altenburg die erste Kirchenvisitation durchgeführt. Bereits zu diesem Zeitpunkt machten die kurfürstlichen Commissarien dem Amtmann Günther von Bünau, neben Meuselwitz u.a. Besitzer von Wintersdorf und Heukendorf (Standort des Rittergutes), wegen der weiten Entfernung von Wintersdorf nach Kriebitzsch den Vorschlag, das Filial Wintersdorf mit den eingepfarrten Dörfern Gröba, Heukendorf, Pflichtendorf, Waltersdorf von Kriebitzsch auszupfarren und mit dem nahen, denen von Bünau auch gehörenden Ruppersdorf (1956 wegen Braunkohleabbaus devastiert) zu verbinden. Doch kam die Veränderung damals nicht zustande. Das Rittergut Heukendorf gehörte urkundlich seit 1525 zum Besitz Günther von Bünaus, bis 1575 zu dem seiner Söhne. Günther von Bünau, kurfürstlicher Rat und Amtshauptmann zu Altenburg, stand bei den Kurfürsten Friedrich dem Weisen, Johann dem Beständigen und Johann Friedrich dem Großmütigen in großem Ansehen. Gemeinsam mit Fabian von Feilitzsch und Hauboldt von Einsiedel nahm er in Vertretung für Kurfürst Friedrich den Weisen 1519 die eingeweihte goldene Rose aus den Händen des päpstlichen Nuntius Carl von Miltitz in Empfang. Er setzte sich für die Reformationsbestrebungen ein. 1534 starb er, etwas über 50 Jahre alt, und wurde in Meuselwitz beigesetzt. Das Rittergut Heukendorf kam nach mehrfachem Verkauf 1608 an den Hofjunker und späteren Sachsen-Altenburgischen Hausmarschall Caspar von Trauschwitz, der es seinem Sohn Christoph vererbte. Im Jahr 1663 verhandelte Generalsuperintendent Johann Christfried Sagittarius (1617-1689) im Auftrag des Konsistoriums zu Altenburg mit letztgenanntem Rittergutsbesitzer Christoph von Trauschwitz wegen einer Pfarrstelle für Wintersdorf. Sie vereinbarten eine Pfarrbesoldung, für die Christoph von Trauschwitz und seine Ehefrau Euphrosyne, geborene von Ende, sowie die Gemeinden aufkamen. 1664 überließ Herzog Friedrich Wilhelm II. von Sachsen-Altenburg (1603-1669)ihm und seinen Lehnsnachfolgern das Patronatsrecht über Kirche, Pfarrei und Schule in Wintersdorf. Der erste Pfarrer, der Altenburger Magister Christoph Hempel (1637-1687), amtierte 24 Jahre in Wintersdorf. Sein Buchpult mit Kruzifix und Inschrift aus dem Jahr 1682, bei dem die Marien- und Johannesfigur leider fehlen, gibt es noch. Pfarrer Hempel hatte ich die letzte Ruhestätte nicht im Kirchenterrain, sondern auf dem entfernten Gottesacker gewünscht. Auf seinem Grabstein stand: „Der mit dem Herzen war allzeit bei seinen Schafen, der wollt‘ auch nach dem Tod hier unter ihnen schlafen.“ Das Bildnis des Pfarrers aus der alten Kirche erhielt seinen Platz in der Sakristei des neuen Gotteshauses. Nach dem Tod des Patronatsherrn Christoph von Trauschwitz im Jahr 1675 erbte dessen Sohn Caspar d. J. und damit auch das Patronat über die Kirche. Dieser verkaufte es 1692 an Veit Ludwig von Seckendorff auf Meuselwitz (in Vormundschaft C. E. Wöldicke v. Arneburg). Nach Abraham von Einsiedel auf Gnandstein gelangte es ab 1699 bis ins 19. Jh. in den Besitz der Familie Bachoff von Echt, unter welcher Kirchenanbauten und –umbauten erfolgten. Im Jahr 1847, durch den Kauf von Herzogin Marie, Gemahlin von Herzog Georg, wurde das Rittergut herzogliches Schatullen(=Privat)gut und das Wintersdorfer Gotteshaus kam unter das herzogliche Patronat. Über die früheste Baugeschichte der alten Kirche in Wintersdorf ist wenig bekannt. In den Collectanea zur Geschichte des Herzogtums Altenburg erfährt man, dass 1572 an der Kirche Wintersdorf gebaut wurde. Drei spitzbogige Fenster mit Maßwerk und die westliche profilierte, spitzbogige Eingangstür des alten Gotteshauses wiesen es als spätgotisch aus. D. J. und E. Löbe schrieben 1886, dass eine alte Aufzeichnung darüber aussagt: „das Kirchlein war zu klein und enge für 5 volkreiche Gemeinden, denn das halbe Kirchlein hatte einen Bogen, wie die Keller gebawet werden; dazu war eine schmale ganz verfaulte Porkirche (=Empore), daß nur 2 Personen hinter einander stehen konnten wegen des gewelbes, so ihnen auf dem rücken lag und sie die Männer- und Weiber-Stände theuer verkauft worden für einen Gülden, Thaler, Dicktaler und noch theurer.“ Und weiter wird berichtet: „Die erste bekannte Reparatur fand 1619 bis 1620 statt, wo die Kirche auch einen Thurm erhielt. 1636 und 1637 wurde sie um 10 Ellen verlängert […] Der Thurm, an der Westseite, wurde 1719 erbaut; der obere Theil ist glockenförmig und mit Schiefer gedeckt; über diesen sind 6 Säulen auf welchen eine Spitze ruht, welche die Spindel mit dem Kopf und die Fahne trägt.“ 1874 wurde der Westgiebel der Kirche erhöht und mit einem Aufbau, der die Uhr trug, geschmückt. Davor errichtete eine neoromanische Vorhalle mit Treppengiebel und einem Rosettenfenster über der Eingangstür. Im Sommer 1905 zerstörte ein Blitz den Kirchturm und die Vorhalle beträchtlich.Ein Blitzschlag mit Folgen Pfarrer Albrecht Kunze hatte erst im Juli 1905 sein Amt in Wintersdorf (1905-1911) übernommen, da schlug am 6. August 1905, sonntags früh gegen 1:40 Uhr der Blitz in die Wintersdorfer Kirche ein und richtete großen Schaden am Turmknopf, am Turmdach, an der Glockenstubenwand und am Vorhallendach an. Der hölzerne Glockenstuhl war an der Stelle der Aufhängung für die große Glocke gerissen. Das Zifferblatt der Uhr und viele Steinbrocken lagen herab geschleudert am Boden. Einige Fenster des Pfarrhauses waren zersplittert. Im Pfarrgarten fand man ein Metallstück von der Aufhängung der kleinen Glocke. Da die Kirche aber innen keine Schäden aufwies, fand am Morgen zur gewohnten Zeit der Gottesdienst statt; nur die Glocken wurden nicht geläutet, sondern angeschlagen.



Lucka / Wintersdorf

Ev.-Luth.Kirchgemeinde

Impressum

Auf den folgenden Seiten finden Sie weitere Beiträge unserer Besucher:

Kirche Wintersdorf (Ostthüringen)Evangelisch-Lutherische KircheGeleitwortJubiläen sind geschichtliche Höhepunkte im Leben eines Menschen oder einer Kirchgemeinde: 100 Jahre sind vergangen, seitdem die Wintersdorfer Kirche eingeweiht wurde. Generationen vor uns haben Mühen und Opfer nicht gescheut, um unsere wunderschöne Kirche entstehen zu lassen. Erbe und Überlieferung, Glaube und Verkündigung verschmelzen miteinander. Und die Kirche ist zur sprechenden Zeugin dessen geworden, was Menschen auch vor 100 Jahren bewegt hat: „Friede sei mit euch“, mit diesen Worten werden wir am Kirchenportal empfangen. Maria lauscht den Worten Jesus – ganz aufs Hören kommt es an. Jedes Zeichen und Symbol vertieft die christliche Botschaft: Der Turm ragt wie ein langer Finger in den Himmel, zeigt uns etwas von einer anderen Welt. Die Glocken rufen zu Andacht und Gebet. Die großen Zeiger der Turmuhr erinnern uns daran: „Meine Zeit steht in deinen Händen, Herr“. Kreuz und Altar weisen auf ihn hin, der uns vorangeht und dem wir getrost folgen dürfen. Die Orgel übermittelt den lieblichen Klang einer himmlischen Stimme. So wird unsere Kirche zu einer Predigt und jeder ist eingeladen ihren Worten zu lauschen – sie ist Gestalt gewordene Treue Gottes zu seinen Menschen. Der Erinnerung und dem Dank soll dieses kleine Büchlein Ausdruck verleihen. Mein Dank gilt all jenen, die zur Entstehung dieser kleinen Schrift beigetragen haben.Pfarrer Hans NitzscheWintersdorf, Sommer 2007

2513

Gemeinsamer Gottesdienst ... Wir laden Sie herzlich ein!


http://www.kirche-wintersdorf.de 

http://www.magix.com 


Um alle Inhalte sehen zu können, benötigen Sie den aktuellen Adobe Flash Player.