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Kirche aktuell

Glaube & Leben

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Im Osten nichts NeuesEs ist wieder soweit: Ende Januar 2012 wurde die nun schon fast regelmäßige Diskussion um die Rechtmäßigkeit der staatlichen Zuwendungen für die Kirchen wieder angeheizt. Waren es zuletzt vor allem Politiker aus den Reihen der Liberalen, fordern nun die Fraktionen der "Linken" in Sachsen-Anhalt und Thüringen eine Überprüfung. Das ist kaum verwunderlich: Denn ebenso wie die Kirche selbst, muss vor allem auch der Staat schauen, wo er noch einsparen kann. Da liegt die Kirche doch nahe. Zudem ist es auch eine Frage der Glaubwürdigkeit beider Seiten, denn die Kirche ist nicht zuletzt auf die Leistungen angewiesen. Doch sollte man bei allem Spareuphorismus nicht nur die eine Seite der Medaille (oder in diesem Falle des Eurostückes) betrachten. Denn die Verträge beruhen zwar auch auf Entschädigungen für die Kirche aufgrund von Enteignungen aus dem 19. Jahrhundert, aber selbst Politiker, ob nun liberal oder links gesinnt, dürften bemerkt haben, dass die Angebote und Leistungen der Kirche sich nicht auch nur im Ansatz ausschließlich auf den sonntägigen Gottesdienst beschränken. Vielmehr ist die Kirche in allen gesellschaftlichen Schichten und jedem sozialen Milieu aktiv. Dabei ist sie nicht zuletzt in "sozialen Brennpunkten" tätig, vor denen man von Seiten der Behörden auch gern einmal die Augen verschließt.Wenn man diese Argumentation stärker hervorheben würde, dann würde auch insgesamt dieses besondere Verhältnis von Staat und Kirche mehr Akzeptanz erfahren und die traditionelle Diskussion vielleicht auch mal an ihrer Regelmäßigkeit verlieren.Literatur:http://www.glaube-und-heimat.de/2...

Was lange währt wird endlich gut?Nun also doch: Joachim Gauck soll neuer Bundespräsident werden. Wie schon vor knapp zwei Jahren tritt der 72-Jährige zur Wahl für das höchste Amt in unserer Bundesrepublik an. Doch diesmal haben sich auch die christlichen Parteien zu dem Theologen bekannt und ihm ihre Unterstützung zugesagt. Dabei könnte man diese Wendung schon beinahe als Ironie des Schicksals bezeichnen: Hatte Gauck doch im Frühjahr 2010 auch schon gute Chancen als Kandidat, musste er sich schließlich erst im dritten Wahlgang seinem damaligen Kontrahenten Christian Wulff geschlagen geben. Und nun soll der damals „zweite“ endlich der „erste“ im Staat werden und steht zugleich vor ungleich schwereren Herausforderungen wie damals Christian Wulff. So ist es nun an Gauck, die Würde dieses Amtes wieder herzustellen und ihm das Ansehen und den Respekt, den es zu Recht verdient, wieder zu verleihen. Dabei war es ausgerechnet die viel kritisierte FDP, die letztendlich den Stein ins Rollen brachte. Diese riskierte sogar einen Koalitionsbruch, als sie sich gegen jede Absprache für Joachim Gauck aussprach, während die Union sich noch gegen ihn stellte.Doch abgesehen von diesen Ereignissen, die nicht zuletzt auf politisch-strategische Manöver und kleinliches parteiliches Denken und Handeln zurückzuführen sind, spricht viel für Joachim Gauck. Seine Kindheit war geprägt durch die Verhaftung seines Vaters. Schließlich stand Gauck als Pfarrer selbst unter Beobachtung der Stasi, weil er in seinen kritischen Predigten „kein Blatt vor den Mund nahm.“ Die Unterlagen dieser Behörde hat der DDR-Bürgerrechtler schließlich nach der Wende als erster Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde aufgearbeitet. Selbst bezeichnet sich Gauck als „reisender Demokratielehrer“ und möchte als Bundespräsident ein ständiger Mittler zwischen Regierenden und Regierten sein, dem „alle vertrauen können“. Literaturhttp://tagesschau.de/inland/gauck228...

Aus aller Welt

Weniger ist mehrPünktlich zur Berliner Agrarmesse "Grüne Woche" rückten die Skandalmeldungen um Massentierhaltung und verseuchte Fleischwaren wieder näher in den Fokus des öffentlichen Interesses. Dabei war das vermeintlich Neue beim zweiten Blick doch gar nicht so unbekannt. Nach EHEC-Erregern im Gemüse, Dioxin-Eiern oder Antibiotika verseuchtem Schweinefleisch war nun das Geflügelfleisch mit gefährlichen Darmbakterien versetzt. Sofort wurden die Forderungen nach strengeren Gesetzen und schärferen Auflagen wieder lauter. Aber ebenso schnell verstummten sie wieder. Dabei ist es ja gar nicht so verwunderlich, dass aus offensichtlich unnatürlichen Tierhaltungsmethoden ungesundes Fleisch hervorgeht. Schweinefolter oder die Haltung von Hühnern auf engstem Raum sind keine Seltenheit. Doch obgleich wir als Verbraucher diese Missstände kennen, sind nur wenige bereit selbst Partei zu ergreifen.Dabei soll es gar nicht um die Herausbildung einer Vegetariergesellschaft gehen. Denn es gibt zugleich auch viele positive Signale und durchaus auch vorbildliche Tierhaltung: Zum Beispiel auf den Bauernhöfen. Nur dass auf deren Fleischprodukten nicht die Aufschriften "BILLIG" oder "Hammerpreis" abgedruckt sind. Wer also bereit ist seinen Lebensstil ein wenig zu ändern, nicht jeden Tag Fleisch essen muss (was zudem auch recht ungesund ist) und dafür bereit ist für - in jeder Hinsicht - gutes Fleisch etwas mehr zu bezahlen, der tut nicht nur was für seine Gesundheit. Sondern er bestätigt die vorbildlichen Betriebe auf ihrem Weg und kann somit auch auf Dauer etwas zur Verbesserung der Gesamtsituation in der "Fleisch-produktion" beitragen. Manchmal ist weniger eben doch mehr!Literatur:http://www.glaube-und-heimat.de/20...


http://www.wartburgverlag.net/ http://www.wartburgverlag.net/ http://www.glaube-und-heimat.de/ http://www.glaube-und-heimat.de/2012/01/30/am-tropf/ http://www.glaube-und-heimat.de/2012/02/04/mas-halten/ http://tagesschau.de/inland/gauck228.html 

Lucka / Wintersdorf

Ev.-Luth.Kirchgemeinde

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Kirche Wintersdorf (Ostthüringen)Evangelisch-Lutherische KircheGeleitwortJubiläen sind geschichtliche Höhepunkte im Leben eines Menschen oder einer Kirchgemeinde: 100 Jahre sind vergangen, seitdem die Wintersdorfer Kirche eingeweiht wurde. Generationen vor uns haben Mühen und Opfer nicht gescheut, um unsere wunderschöne Kirche entstehen zu lassen. Erbe und Überlieferung, Glaube und Verkündigung verschmelzen miteinander. Und die Kirche ist zur sprechenden Zeugin dessen geworden, was Menschen auch vor 100 Jahren bewegt hat: „Friede sei mit euch“, mit diesen Worten werden wir am Kirchenportal empfangen. Maria lauscht den Worten Jesus – ganz aufs Hören kommt es an. Jedes Zeichen und Symbol vertieft die christliche Botschaft: Der Turm ragt wie ein langer Finger in den Himmel, zeigt uns etwas von einer anderen Welt. Die Glocken rufen zu Andacht und Gebet. Die großen Zeiger der Turmuhr erinnern uns daran: „Meine Zeit steht in deinen Händen, Herr“. Kreuz und Altar weisen auf ihn hin, der uns vorangeht und dem wir getrost folgen dürfen. Die Orgel übermittelt den lieblichen Klang einer himmlischen Stimme. So wird unsere Kirche zu einer Predigt und jeder ist eingeladen ihren Worten zu lauschen – sie ist Gestalt gewordene Treue Gottes zu seinen Menschen. Der Erinnerung und dem Dank soll dieses kleine Büchlein Ausdruck verleihen. Mein Dank gilt all jenen, die zur Entstehung dieser kleinen Schrift beigetragen haben.Pfarrer Hans NitzscheWintersdorf, Sommer 2007

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